Dieses Mal fiel meine Klavier-Improvisation des gefühlten Moments etwas nachdenklicher und melancholischer aus als beim letzten Song…
Am Anfang ist der Weg noch nicht sichtbar, das Geäst versperrt in Form von Dissonanzen ein bisschen die klare Sicht und man weiß noch nicht so genau, wie und wohin es weitergehen soll. Peu à peu bahnt sich dann ein Weg, er findet sich quasi von selbst beim Gehen und dabei entsteht ganz von alleine eine schöne Melodie, die dann sehr harmonisch wird. Das Licht bricht am Ende doch durch!
Viel Spass beim Wege suchen, Wege bereiten und neue Wege gehen!
Tauche ein, spüre die Klarheit des Wassers und komme ganz langsam zu dir selbst. Erforsche die einzelnen Schichten des mal kristallklaren, mal noch ein bisschen mit Schlamm betrübten Wassers und gehe mit jedem Ton, den du hörst, (dir) immer tiefer auf den Grund.
Genieße dieses Gefühl des Ankommens, des inneren Friedens und der Ruhe …. bis die Melodie irgendwann zart ausklingt. Nun kannst du gereinigt und erfrischt in den Alltag starten und nichts wird dich heute aus der Bahn werfen!
Meine Musik erzählt auch immer Geschichten. Diese hier handelt von einer Mauer, die plötzlich mitten in deinem Weg steht. Du schaust sie an, spürst das Massive, Harte und Ausweichliche. Du gehst einen Schritt näher und betrachtest sie genauer, von unten nach oben und von links nach rechts. Du erkennst, dass die Wand auch nur aus einzelnen Steinen gebaut ist und die Natur bereits ihre Spuren hinterlassen hat. Sie wird weicher, ihre Auflösung ist nur eine Frage der Zeit. Du gehst noch ein Stückchen näher ran und erkennst, dass es inmitten der rauen Steine sogar Leben gibt: ein bisschen Unkraut, ein paar schief gewachsene und schief klingende Halme und plötzlich entdeckst du sogar eine wunderschöne Blume mit einer prächtigen Klangblüte. Du gehst nun ganz nahe heran und erspürst die Zwischenräume, die kleinen Freiheiten in der großen Mauer. Schließlich merkst du, dass du die Wand nur berühren brauchst, schon fängt sie an in kleinen Perlen zu rieseln …
Genieß die Musik und berühre ruhig auch mal deine persönlichen Mauern!
Ich habe bereits einige Bäume in meinem Leben umarmt, während meines Studiums Thoreau’s „Walden“ verschlungen und geliebt, ausgiebige Spaziergänge im Grünen genossen, an einigen Events zum „Waldbaden“ teilgenommen und auch selbst schon viele magische Erfahrungen in der Natur erlebt. So gab mir die Natur schon öfters Antworten auf ungelöste Fragen, die ich lange in mir trug oder ich durfte die Natur als Spiegel erfahren, der mir im Außen genau das aufzeigte, was in meinem Inneren vorging.
Bei einem „schamanischen Walderlebnistag“ durfte ich jedoch noch ein Stück tiefer eintauchen, barfuß die weiche Wald-Erde spüren, bei einer Baum-Meditation im Dialog sein mit alter Weisheit und der Verliebtheit der Bäume beiwohnen, wenn sie sich umschlingen, mit den Wurzeln gegenseitig streicheln oder sogar Händchen halten (siehe Foto). Die Magie des Zauberwaldes hat meinen Geist & mein Herz weiter geöffnet und mich zu einer kleinen Klaviermeditation inspiriert, ganz in grün, ganz zum Seele baumeln lassen und eintauchen …. mal die dunklen Wege des Waldes ergründend, mal den zarten Lichtzauber durch die Baumkronen atmend, immer im Vertrauen und in der Geborgenheit des Moments das Leben spüren…
Voller Dankbarkeit gehe ich meinen (Wald-)Weg weiter, mit wunderbaren Zauberwesen an meiner Seite und bin zutiefst inspiriert, die Magie des Waldes bei gemeinsamen Barfuß-Spaziergängen, Silent Walks, etc. weiterzutragen!